Deine Contentstrategie: Finde den roten Faden für deine Kommunikation
Das Thema Content beschäftigt dich Tag für Tag. Der Redaktionsplan steht, ihr bespielt eure Social Media Kanäle, produziert Reels und Karussellbeiträge, versendet monatlich einen Newsletter, schreibt Blogbeiträge, begleitet Veranstaltungen, entwickelt Kampagnen.
Wenn du aber von außen auf das schaust, was am Ende von euch zu sehen ist, wird klar: So richtig rund ist es nicht. Es entsteht kein klares Bild von dem, wer ihr seid und was ihr macht. Die Kanäle laufen nebeneinanderher, die Inhalte zahlen nicht aufeinander ein. Irgendwie fehlt der rote Faden.
So oder ähnlich geht es aktuell vielen Unternehmen. Was daran liegt, dass noch nie so viel Content gebraucht wurde wie heute. Und es auch noch nie so leicht war, ihn zu erstellen. KI & Co. sei Dank.
Je mehr Inhalte erstellt werden, je mehr Kanäle bespielt werden, desto wichtiger ist es, dass dies zielgerichtet und orchestriert erfolgt. Ansonsten passiert genau das, was vorher beschrieben wurde: Es entsteht kein klares Bild.
Warum dein Content eine Strategie braucht
Anders verhält es sich, wenn sich ein klarer roter Faden durch deine Inhalte und über deine Kanäle hinweg zieht. Er verbindet alles, was du kommunizierst, miteinander und führt die Konsument:innen immer wieder zu dem, was du ihnen im Kern mitgeben möchtest.
Dieser Kern, das ist deine Core-Story. Sie erzählt, wer du bist, was dich antreibt und warum genau du die perfekte Person, die richtige Marke, das passende Unternehmen bist, um deinen Kund:innen das zu geben, was sie brauchen.
Wenn du wissen willst, auf welche Art und Weise und auf welchen Kanälen du deine Geschichte erzählst, um den roten Faden bestmöglich zu spinnen, brauchst du nicht nur Content selbst, sondern im ersten Schritt eine Contentstrategie.
In 5 Schritten zu deiner Contentstrategie
- Ziele setzen
Was willst du mit deinem Content wirklich erreichen? Das ist die erste Frage, die du dir stellen solltest.
Geht es darum, bekannter zu werden? Eure Expertise sichtbar zu machen? Vertrauen aufzubauen und Kund:innen an euch zu binden? Oder wollt ihr Mitarbeitende gewinnen?
Je nachdem, was das Ziel ist, braucht ihr unterschiedlichen Content.
- Zielgruppen verstehen
Wer sind die Menschen, die ihr ansprechen möchtet? Arbeitet das so detailliert wie möglich aus. Denn die Menschen kommen mit so viel Content in Berührung. Damit sie genau eure Inhalte wahrnehmen, müssen sie perfekt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein.
Beschäftigt euch ganz intensiv damit, in welchen Lebenssituationen sie sich gerade befinden, was sie beschäftigt, welche Herausforderungen sie haben, wie sie Entscheidungen treffen und was sie von dir brauchen, um Vertrauen aufzubauen. Je konkreter du deine Personas beschreibst, desto besser.
Wenn du eine konkrete Persona ansprechen kannst ist es viel einfacher, die Unternehmensbrille abzulegen und den Content aus ihrer Perspektive heraus zu denken.
- Themen und Botschaften festlegen
Nachdem du weißt, was dein Content erreichen soll und wer die Menschen sind, die du begeistern möchtest, kannst du dich damit beschäftigen, was du konkret erzählen möchtest.
Beginne mit den konkreten Themen, die auf die beiden Punkte einzahlen und dein Unternehmen ausmachen. Wichtig ist, dass diese Themen mit den Lebensrealitäten deiner Zielpersonas kompatibel sind. Frag‘ dich: Was hilft ihnen weiter?
Ein Beispiel aus der Praxis: Für einen Lebensmittelhändler ist das Thema, das die Kund:innen anspricht nicht „Wir haben Lebensmittel“. Themen, die hier relevant sind und Vertrauen aufbauen, sind eher: „Bei uns bekommst du alles, was du an Lebensmitteln brauchst – mit nur einem Einkauf“, „Wir kümmern uns darum, dass du Lebensmittel in höchster Qualität erhältst“ oder „Regional und saisonal ist dir wichtig? Uns auch! Wir haben eine Vielzahl an Produkten regionaler Produzenten für dich vorrätig“.
Sind die Themen und Botschaften definiert, kannst du alle Inhalte, die du produzierst, daran ausrichten. So wird es einfach, den roten Faden zu halten.
- Kanäle definieren
Und wo genau erreicht ihr eure Zielgruppen? Ein Blick auf die Kanäle ist entscheidend. Die große Kunst liegt darin, ein klares Bild zu zeichnen, welche Rolle jeder einzelne Kanal dabei spielt. Denn die Menschen sind heute auf vielen Kanälen unterwegs – über den ganzen Tag hinweg.
Ihr solltet also herausfinden, in welcher Situation eure Personas mit euren Inhalten in Berührung kommen. Nebenbei beim Scrollen auf Instagram, während sie auf den Bus warten. Am Schreibtisch bei der Arbeit, wenn der Newsletter ins Postfach geflattert kommt. Beim Sonntagsfrühstück mit ausgiebigem Zeitungslesen…
Achtet deshalb besonders gut darauf, die einzelnen Themen passend für die Kanäle und Nutzungssituationen eurer Zielgruppen aufzubereiten. Hier gibt es kein one-fits-all mehr.
- Content planen und produzieren
Wie schaffen wir es also, dass nach außen ein einheitliches Bild entsteht? Ganz einfach: Indem wir die Themen über die verschiedenen Kanäle hinweg denken und planen.
Dafür wird ein Hauptthema aufgegriffen und kanalspezifisch aufbereitet. Ein Beispiel aus dem Lebensmittelbereich: Das Thema „nachhaltig einkaufen“ kann in einem ausführlichen Blogartikel auf der Website erklären, worauf Kund:innen im Alltag achten können. Im Newsletter könnt ihr das Thema persönlich einordnen und so eine Beziehung zu den Leser:innen aufbauen. In der Presse erscheint vielleicht ein Artikel, der neueste Erkenntnisse aus dem Bereich liefert, in dem ihr als Expert:innen zitiert seid. Und bei Social Media gibt es schnelle und alltagstaugliche Tipps und Tricks dazu.
Damit das im Alltag funktioniert, sind Prozesse wichtig, die euch Routine geben: Regelmäßige Themenmeetings, feste Content-Säulen, wiederkehrende Formate, klare Abläufe für Erstellung, Abstimmung und Veröffentlichung.
Mit einer solchen Content-Strategie erschafft ihr Inhalte, die kanalspezifisch und zielgerichtet auf eure Ziele einzahlen und ein konsistentes Bild von euch über alle Kanäle hinweg zeichnen.
Du hast das Gefühl, dass eurem Content der rote Faden fehlt? Lass uns gerne sprechen! In einem unverbindlichen Erstgespräch finden wir gemeinsam heraus, wo ihr gerade steht und welcher Schritt als nächstes sinnvoll ist.
